Stundensatz für Freelancer — nicht Stundenlohn für Angestellte
Dieser Rechner richtet sich an Selbstständige und Freelancer, die ihren Abrechnungssatz kalkulieren wollen — nicht an Arbeitgeber, die einen Angestellten-Stundenlohn aus einem Monatsgehalt ableiten (dafür gelten andere Formeln, z. B. die 173,33-Regel).
Wie rechnet der Stundensatz-Rechner?
- Ziel-Umsatz pro Jahr oder Monat (Brutto vor Einkommensteuer — das ist dein Umsatzziel, nicht dein Netto nach Steuern).
- Effektive Arbeitstage = Arbeitstage im Jahr − Urlaub − Krankheit/Ausfall.
- Arbeitsstunden = effektive Tage × (Stunden pro Woche ÷ 5).
- Abrechenbare Stunden = Arbeitsstunden × Anteil abrechenbar (Standard 80 %).
- Optional: Betriebskosten als % auf den Ziel-Umsatz addieren.
- Stundensatz = benötigter Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden.
Stundensatz = (Ziel-Umsatz + Betriebskosten) ÷ (Arbeitsstunden × abrechenbarer Anteil)
Beispiel: 60.000 € Jahresumsatz
- 255 Arbeitstage − 25 Urlaub − 7 Ausfall = 223 Tage
- 223 × 8 h = 1.784 Arbeitsstunden
- 80 % abrechenbar = 1.427 Stunden
- 60.000 € ÷ 1.427 ≈ 42,05 €/Std.
Ohne abrechenbaren Anteil (100 %) wären es nur ca. 33,63 €/Std. — unrealistisch niedrig für die meisten Freelancer.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Stundensatz und Stundenlohn?
- Der Stundenlohn gilt für Angestellte (Gehalt ÷ Arbeitsstunden). Der Stundensatz ist der Preis, den du als Freelancer oder Selbstständige*r auf Rechnungen ausweist — inklusive Puffer für unverrechenbare Zeit und Betriebskosten.
- Warum nur 80 % abrechenbare Stunden?
- Nicht jede Arbeitsstunde wird verrechnet: Akquise, Buchhaltung, E-Mails und Admin fallen an, ohne dass ein Kunde dafür zahlt. Viele Freelancer rechnen deshalb mit 70–80 % abrechenbaren Stunden — nicht mit 100 %.
- Was sind Betriebskosten in diesem Rechner?
- Versicherung, Software, Steuerberater, Hardware und ähnliche Fixkosten deines Betriebs. Sie werden als Prozentsatz auf deinen Ziel-Umsatz gerechnet und erhöhen den Stundensatz, den du ansetzen musst.
- Ist der Stundensatz brutto oder netto?
- Der Rechner rechnet mit deinem Ziel-Umsatz vor Einkommensteuer. Sozialversicherung, Krankenversicherung und Einkommensteuer sind nicht automatisch abgezogen — im Einzelfall Steuerberater konsultieren.
- Kann ich monatlich statt jährlich planen?
- Ja — wähle „Monat“ und gib deinen Ziel-Umsatz pro Monat ein. Der Rechner multipliziert mit 12 für die Jahreskalkulation.
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- EÜR im Lexikon — Einnahmen-Überschuss-Rechnung für Freelancer
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